Unterwegs

Unterwegs in Osttirol (Juli 2022)

Der Zufall brachte mich endlich ein paar Tage länger nach Osttirol. Die Zeit für ausgedehnte Wanderungen war während der sechs Tage zwar nicht vorhanden, trotzdem konnte ich mir einen guten Überblick über den Nationalpark Hohe Tauern schaffen.

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Wir fuhren am 1. Tag durch das Murtal über das Liesertal in Kärnten ins Drautal und durch das Mölltal bis zur Groppensteinschlucht nach Obervellach. Dort trafen wir uns am sehr gut besuchten Campingplatz in der Imbissbude mit dem Reini, ein Kärntner Original, der uns die Besonderheiten der Schlucht zeigen wollte. Ausgangspunkt ist der Mautturm in Rauflach (Eintritt € 7).  Über einen mäßig ansteigenden Pfad gelangen wir zu den gut ausgebauten Steiganlagen. Wir erreichen den Großen Groppensteiner Fall, wo die Wassermassen bis zu 30 m in die Tiefe stürzen. Über einer leicht überhängenden, flach verlaufenden Steiganlage geht es weiter durch die enge Schlucht bis zum tosenden Zechnerfall. Danach geht es auf einem schmalen Pfad mäßig steil in Kehren durch einen Wald bis zu einer Asphaltstraße, die wir schließlich bis zur Burg Groppenstein entlang gehen. Von dort führt ein sehr steiniger, felsiger Pfad wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Tour dauert ca. 1,5 Stunden, der Aufstieg ist 2,5 km lang. Die Tour ist auch für Kinder geeignet. Über den Iselsberg ging es schließlich vorbei an Lienz nach Matrei in Osttirol, wo wir unser Quartier bezogen.

Der Eingang zur Groppensteinschlucht im Kärnter Mölltal
Sanfter Beginn
Zum Großen Groppensteinfall
Die Steiganlage
Wilde Wasser

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Den zweiten Tag begannen wir bei strahlend blauem Himmel mit der Fahrt nach Kals am Großglockner. Vom Lucknerhaus auf 1920 m Höhe ging es über einen von blühenden Pflanzen flankierten Pfad mäßig steil über ca. 3 km und ca. 300 Höhenmeter relativ gemütlich zur Lucknerhütte. Bei strahlendem Sonnenschein und nicht zu heißen Temperaturen hatten wir den Großglockner mit seinen 3798 m vor Augen. Von der Lucknerhütte wäre ich noch gerne weiter zur Stüdlhütte gegangen, von der der Aufstieg über den Stüdlgrat zum Gipfel des Großglockners führt. Unser Zeitplan sieht noch einen Ausflug in die Dabaklamm vor. Von dort führt nach einem 20 minütigen Marsch auf einer mäßig steigenden Forststraße eine ca. 2 km lange Steiganlage durch die Dabaklamm. Wir gehen bis zum Ende der Klamm, wo sich das Dorfertal almartig ausbreitet. (Das Dorfertal sollte unter Wasser gesetzt werden und es wäre das größte Kraftwerksprojekt Österreichs geworden. Es scheiterte am Widerstand der Naturschützer*innen. Nach der Besichtigung der Pfarrkirche von Kals mit der Gedenkstätte für die verunglückten Bergsteiger(*innen?) ist eine Einkehr in der Gaststätte Ködnitzhof sehr zu empfehlen.

Auf dem Weg zur Lucknerhütte mit Blick auf den Großglockner
Sonnenschein und herrliche Temperaturen
Am Weg zur Lucknerhütte
Angekommen
Lucknerhütte mit Großglockner
In der Dabaklamm
Blick ins Dorfertal

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Wegen gewitteranfälligem Wetter entscheiden wir uns am dritten Tag für die Runde um den Großglockner. Wir starten von Matrei in Osttirol über die Felbertauernstraße, durch den Felbertauerntunnel nach Mittersill in Salzburg. Durch das Salzachtal geht es vorbei an Zell am See nach Bruck, wo die Großglockner Hochalpenstraße beginnt. Über ca. 24 von 36 Kehren führt es über das Fuscher Törl durch den Tunnel zum Hochtor, mit 2504 m der höchste Punkt. Vorbei am Wallackhaus nehmen wir die Stichstraße zur Kaiser Franz Josef Höhe, wo uns der traurige Anblick der Pasterze den Klimawandel mit voller Wucht vor Augen führt. (Der Gletscher schmilzt jährlich über eine Länge von 50 m ab!) Vorbei am Glocknerhaus fahren wir bis zum Ende der Großglockner Hochalpenstraße nach Heiligenblut, wo wir die Kirche des Hl. Vinzenz besuchen und eine kleine Runde entlang der Leiter drehen. Zurück geht es wieder über den Iselsberg nach Matrei.

Immer wieder ein Erlebnis die vielen 3000er
Am Hochtor, Großglockner Hochalpenstraße
Kaiser Franz Josefs Höhe
Die Pasterze schrumpft dramatisch
Edelweiß am Weg
Ein bisschen Kaiser Franz Josef
Bergcappuccino

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Am vierten Tag ging es durch das Defereggental zum Stallersattel mit der romantischen Stalleralm. Nach dem Vertrag von St. Germain verläuft hier seit 1920 die Grenze zu Italien. Die Straße ist bereits auf österreichischer Seite sehr eng und steil. Auf italienischer Seite ist die Straße nur einspurig über ein Einbahnsystem mit Ampelregelung befahrbar. Wir drehen bei wolkenverhangenem Wetter eine Runde um den Obersee und zur Stalleralm. Danach noch ein kurzer Blick hinüber nach Italien, beim Oberwirt genehmigten wir uns zumindest einen Cappuccino, von einem italienischen Kellner serviert, der vorzüglich schmeckte. Wir fuhren die engen Kehren vom Stallersattel wieder hinunter ins Defereggental und halten in Mariahilf kurz vor St. Jakob in Defereggental. Dort passieren wir eine kleine Mühle und gehen einen sehr steilen, steinig felsigen und rutschigen Pfad zur Aussichtsplattform des Staller Wasserfalls. Der Aufstieg ist ca. 2,4 km bei 200 Hm. Von der Plattform kann man noch weiter zur Alpe Stalle wandern. Wir wandern entlang des Wassererlebnisweges nach St. Jakob im Defereggental. Der Weg geht relativ flach entlang der Schwarzach. Am weg findet man immer wieder Hinweistafeln zur Flora und Fauna des Tals. Sehr familienfreundlich angelegt, am Ende des Trails gibt es einen Kletterpark und einen Spielplatz. WWir fahren durch das schmale Tal auf erhöhter Straße wieder zurück zu unserem Quartier nach Matrei i. Osttirol. Entlang der Straße sind an den sehr steilen Abhängen immer wieder die Schäden der Murenabgänge zu sehen. Abschnittsweise sind ganze Hänge mit Nadelbäumen wegen der Trockenheit braun gefärbt – Ein trauriger Anblick.

Obersee am Stallersattel
Am Stallersattel
Blick nach Italien
Mühle beim Staller Wasserfall
Wassererlebnisweg St. Jakob i. Deferggental

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Am fünften Tag fuhren wir über die Felbertauernstraße zum Matreier Tauernhaus, von wo wir nach Innergschlöss gehen wollten. Wir gingen kurz an der Forststraße entlang, bogen aber bald (ausgeschildert) links ab, wo ein schmaler Weg über eine Wiese führte. Ein kurzes Stück ging noch relativ eben am Waldrand entlang bis wir uns links auf einem steilen Pfad auf den Berg begaben. Auf einem Sattel angelangt erblickten wir bereits den in Gletscher gehüllten Großvenediger. Wir wandern über eine Kuhweide relativ eben an Außergschlöss vorbei. Dort bewunderten wir noch von der Ferne die einladenden Holzhäuser. Bald kamen wir auch schon in Innergschlöss an. Die Almsiedlung mit den wunderschönen Holzhäusern wird nicht umsonst als der schönste Talschluss Österreichs bezeichnet. Die Häuser werden im Sommer bewohnt, außerdem gibt es Kunsthandwerk zu bestaunen und zu kaufen. Im Großvenedigerhaus genehmigten wir uns ein Glas Buttermilch. Von dort führt noch der Gletscherweg in Richtung Großvenediger. Außerdem beginnt hier auch der Aufstieg zur Neuen Prager Hütte und auf den Gipfel des Großvenedigers, der mit 3657 m der zweithöchste Berg in den Ostalpen ist. Wir wählen den gemütlichen Weg entlang des Gschlössbaches, da ich noch die Felsenkapelle besichtigen wollte. Die Kapelle wurde von den Almbewohnern errichtet, erfuhr aber von der Kirchenobrigkeit der Erzdiözese Salzburg wenig Zuspruch, da das liederliche Leben der Almbewohner*innen (zu viele ledige Schwangerschaften) bemängelt wurde. Der Bau der Kapelle war im 17. Jahrhundert bereits so weit fortgeschritten, dass die Kapelle eingeweiht wurde. Die Kapelle wurde durch Lawinenabgänge zerstört und 1870 neu in einem Felsen geschlagen errichtet. Wir wandern die Forststraße entlang weiter bis zum Matreier Tauernhaus, von wo wir noch einen Abstecher ins Virgental zu den Umbalfällen auf der südlichen Seite des Großvenedigers machen. Wir fahren durch das Virgental nach Ströden zum Parkplatz (von dort kann man über das Defereggenhaus auf den Großvenediger steigen) und gehen ca. 20 Minuten zur Islitzeralm. Von dort führt eine mäßig steigende Steiganlage zu den imposanten Umbalfällen, von wo man noch bis zur ClaraHütte gehen kann. Die Wanderung im Gschlösstal war 9 km lang mit ca. 400 Hm und die Umbalfälle ca. 7 km mit einem Höhenunterschied von 300 m.

Unterwegs nach Innergschlöss
Almsiedlung Außergschlöss
innergschlöss mit Großvenediger
Wir lassen die Kühe in Ruhe
Kunsthandwerk in Innergschlöss
Großvenedigerhaus Innergschlöss
Felsenkapelle Gschlösstal#
Umbalfälle im Virgental

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Am sechsten Tag schlossen wir unsere Tour mit einem Blitzbesuch in Lienz und dem Weissensee in Kärnten ab, bevor es wieder nach Hause ging.

Hauptplatz von Lienz in Osttirol#
Weissensee in Kärnten

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Obwohl wir Glück mit dem Wetter hatten, bietet Osttirol auch sehr viel kulturelle Sehenswürdigkeiten. Es fällt eine gewisse Dichte an Kirchen auf. Diese Kirchen stammen teilweise bereits aus dem 12. Jahrhundert und wurden im 15. Jahrhundert umgebaut. Nicht immer liegen die Kirchen im Ortskern, sondern auf Anhöhen oder auf Hügelkuppen. Wir besichtigten die Turmkirche St. Nikolai bei Matrei, die nicht nur wegen der Fresken aus dem 12. bis 17. Jahrhundert sehenswert ist, sondern auch wegen dem Ostturm (anstelle einer Apsis) mit zwei übereinander liegenden Chören. Eine weitere sehr sehenswerte Kirche liegt im Virgental in Obermauern. Die Wallfahrtskirche Maria Schnee glänzt ebenfalls mit einem Freskenzyklus zum Leben und Wirken Christi. Wegen des herrlichen Sommerwetters war Schlechtwetterprogramm wie zum Beispiel Schloss Bruck mit der Albin Egger Lienz-Ausstellung oder der archäologischen Abteilung und ein Besuch bei den Kolleg*innen in Aguntum, der römischen Stadt mit südlichem Flair, nicht notwendig.

Turmkirche St. Nikolaus in Matrei i. Osttirol
Fresken der Wallfahrtskirche Maria Schnee in Obermauern, Virgental

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Unterwegs auf der Insel Rügen (Juni 2022)

Der Zufall brachte mich nach 24 Jahren wieder auf die Insel Rügen, der Insel im nordöstlichen Teil Deutschlands an der Ostsee gelegen. Nach einem einstündigen Flug von Wien nach Berlin stieg ich mit meiner Wandertruppe in den Bus um. Das erste Mal am neuen Flughafen in Berlin fehlte mir zuerst die Orientierung. (Der Flughafen ist stylish, groß und leer, muss sich erst ein wenig Flair verdienen.) Unseren polnischen Buschauffeur Grzegorz fanden wir nicht auf Anhieb. Wir verließen bald Brandenburg und gelangten ins Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, wo wir die Uckermark durchquerten. Weizenfelder und Roggenfelder soweit das Auge reichte, dazwischen immer knallrote Streifen mit Mohnblumen. Immer wieder tauchte entlang der schnurgeraden Autobahn ein See auf, in der Ferne ein Kirchturmspitz. Wie in meinem Reiseführer beschrieben, wirklich sehr dünn besiedelt.

Durch die Uckermark mit roten Mohnfeldern

Wir erreichten Stralsund, wo wir im Alten Hafen unser erstes Fischbrötchen genossen. Ich drehte eine schnelle Runde über den Alten Markt mit seinen Bürgerhäusern, dem Rathaus, das hauptsächlich aus einer imposanten Fassade besteht und der Nikolaikirche. Das Innere der Nikolaikirche sah ich nicht, da ich 3 Euro hätte zahlen müssen. Das war es mir irgendwie nicht wert. Hinter der imposanten Rathausfassade erstreckte sich beidseitig eines schmalen Ganges eine langgezogene Raumflucht, die seinerzeit Läden beherbergte. Das erinnerte mich irgendwie an römerzeitliche Anlagen, wobei mir sofort kein konkretes Beispiel einfällt. Ich lief weiter zum Neuen Markt mit der Marienkirche. Diese heute evangelische Kirche war ebenfalls sehr groß dimensioniert, aber im Inneren sehr karg ausgestattet. Im sehr geräumigen Narthex befand sich eine Ausstellung mit „kirchentypischen“ Bildern (die haben immer sehr viel Gelb und Rot). Meine Aufmerksamkeit blieb aber bei den Holzklapptischen und Stühlen hängen, die in einem Flügel des Narthex ein Kaffeehausflair erzeugten. Mir gefiel der Gedanke, dass sich dort Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen zusammenfinden. Über die Jakobikirche ging ich wieder zurück zum Alten Hafen. Dort waren gerade die Stralsunder Hafentage mit dementsprechender Betriebsamkeit. Das moderne Gebäude des Ozeaneums, wo alles auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, sticht hervor. Daneben die mehrstöckigen Hafenbauten aus Backsteinen, die Zeuge über die seinerzeitge Bedeutung Stralsunds als Hafenstadt abgeben. ich setzte mich in die Sonne und betrachtete noch das rege Treiben bei der Gorch Fock I, einem Schiff mit Geschichte, als ich mit meiner Sitznachbarin ins Reden kam. Das Gespräch drängte sich förmlich auf, nachdem die junge Dame auf der ungefähr 10 m langen öffentlichen Bank in einem Abstand von nur 1,5 m von mir eisschleckend Platz nahm. (Wir waren außerdem die einzigen auf der Bank.) Die nette Dame aus Kiel war auf dem Heimweg nach zehn Tagen Urlaub auf der Insel Rügen, was sie sehr bedauerte.

Stralsund, Alter Hafen
Stralsund, Ozeaneum

Über den Rügendamm querten wir bei der Weiterfahrt den Strelasund, um auf die Insel Rügen zu kommen. Wir fuhren weiter in den nordwestlichen Teil der Insel nach Wittow in die kleine Ortschaft Wiek, wo wir unsere Unterkunft im Alt Wittower Krug bezogen.

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Am nächsten Tag wanderten wir nach Putgarten, von wo wir nach Vitt gingen. (Bemerkung: Fast jedes zweite Dorf heißt Vitt oder Vitte – was übersetzt Fischerdorf bedeutet.) Das Dorf glich eher einem Freilichtmuseum, war aber durch seine Kompaktheit sehr eindrucksvoll. Wir wanderten entlang der Küste zur Jaromarsburg, Zeugin der slawischen Vergangenheit der Insel Rügen, die leider wegen Abbruchgefahr nicht mehr betreten werden durfte und schließlich zu den beiden Leuchttürmen. Faszinierend sind die Findlinge, Zeugen der letzten Eiszeit, wie der Siebenschneiderstein an der Nordküste, wohin wir ebenfalls wanderten. Entlang der Nordküste ging es schließlich wieder zurück nach Putgarten zum Rügenhof, wo wir uns stärkten und zurück nach Wiek.

Vitte
Kap Arkona
Vier im Schneidersitz auf dem 7-Schneiderstein

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Die nächste Wanderung führte uns von Sassnitz durch den Nationalpark Jasmund nach Lohme. Es war ein Fußmarsch von ca. 15 km mit für Rügen unglaublichen über 300 Höhenmetern. Der Weg führt von der östlichen Ortsgrenze von Sassnitz meist durch einen Buchenwald, wobei es viele Möglichkeiten für Ausblicke auf die Kreidefelsen gibt. Beim prominenten Königsstuhl verdichteten sich die Menschen, viel Information gab es im Informationszentrum Nationalpark Jasmund. Vielleicht lag es daran, dass wir aus Österreich kommen, wo Berge, Höhen, Felsen und Schluchten immer greifbar sind, unsere Freude galt eher dem Meer und der schönen Wanderung. Im Informationszentrum gab es jedenfalls jede Menge Infos zu den geologischen Gegebenheiten der Insel, sowie der Flora und Fauna. Die großzügige Aussichtsterrasse über dem Königsstuhl kam ebenfalls sehr gut an. Wir wanderten schließlich noch eine Stunde nach Lohme, einer kleinen, sehr netten Ortschaft an der nördlichen Küste des Nationalparks Jasmund.

Bei den Kreidefelsen
Königsstuhl auf Rügen

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Ein weiterer Wandertag ging auf die autofreie Insel Hiddensee. Wir fuhren bereits frühmorgens mit Grzegorz, unserem Chauffeur, nach Schaprode, einem fast malerischen Fischer- und Hafendorf. Nachdem das Café für den ersehnten Cappuccino noch geschlossen war und noch Zeit benötigte zum Aufwärmen der Kaffeemaschine, besichtigten wir davor die sehr atmosphärische Kirche. Auf Hiddensee wanderten wir von Neuendorf über Klosters zum Leuchtturm und dann weiter über Grieben zurück nach Kloster, von wo wir die Fähre zurück nach Schaprode nahmen. Die Insel und die Wanderung waren in jedem Fall ein Highlight. Das Motto ist SLOW, und genauso verhalten sich dort die Menschen, was für ungeduldige Menschen wie für mich gewöhnungsbedürftig ist. In Kloster findet man alles, was das Herz begehrt. Souvenirläden, Kultur mit dem Gerhart Hauptmann-Haus, Radverleihe und viele gemütliche Lokale – alles sehr SLOW! Ich war sehr angetan vom Heimatmuseum, das am westlichen Ortsrand von Kloster liegt. Im Erdgeschoß war eine Ausstellung über Architekturzeichnungen der örtlichen Gebäude, sämtliche Pflanzen, die auf der Insel wachsen, wurden erklärt und im ersten Stock befand sich eine Galerie der Künstlerinnen und Künstler, die sich auf Hiddensee aufhielten, außerdem die Kopie des Wikingerschatzes, der an den Strand von Kloster gespült wurde bzw. dort gefunden wurde. Nach einem Cappuccino und einer traditionellen Quark-Sanddorntore im seinem Namen gerecht werdenden SLOW-Fast-Food in Kloster am Hafen, ging es wieder mit der Fähre nach Schaprode.

Kirche von Schaprode
in der Kirche von Schaprode
Kloster auf Hiddensee
Ginster auf Hiddensee
Leuchtturm auf Hiddensee
Garten in Grieben auf Hiddensee
Im Museum in Hiddensee
Was blüht da in Hiddensee?
Auf den Weg zum Strand in Hiddensee
Hiddenseer Vegetation

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Die Wanderung vom Ostseebad Sellin nach Binz überzeugte uns Wanderer nicht. Es ging stundenlang durch eine Buchenwald, flach, ohne Aussicht. Der Schwarze See war eine durchaus nette Abwechslung für mich. (Ich bekam allerdings die Information, dass es auch in der Nähe von Kitzbühel einen wohl ähnlichen Schwarzen See gibt, den ich nicht kenne). Auch das Jagdschloss Granitz konnte unsere Aufmerksamkeit nicht an sich reißen, wir steuerten vor allem das Bistro an.

 

Auf dem Weg zum Jagdschloss Granitz, Seebrücke in Sellin
Schwarzer See

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In Wiek selbst erfuhr vor allem das Blumencafé nebst unserer Unterkunft meine Aufmerksamkeit. Das Café selbst ist in einem alten Gebäude untergebracht und besteht aus dem Café, einem Bücherflohmarkt, dem Verkauf selbstgemachter Speisen, viel Garten, Pflanzen und Blumen. Da hat sich wohl jemand einen für mich nachvollziehbaren Lebenstraum erfüllt.

Im Blumencafé

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Am letzten Tag wollten wir noch auf der Seebrücke des Ostseebades Binz spazieren. Dort strahlt alles neu, es ist einladend und wirklich schön. Abschied nahmen wir von der Insel Rügen mit dem letzten Fischbrötchen in Stralsund, dem Tor zur Insel Rügen.

Ostseebad Binz

Flughafen Berlin BER

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Frau Krautundrübe