Warum der 8. März mehr denn je seine Berechtigung hat

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Der 8. März ist der Weltfrauentag. Da sich der Tag wirtschaftlich nicht so gut vermarkten lässt wie z. B. der Valentinstag, Muttertag oder Halloween, bleibt er eher im medialen Kontext signifikant und historisch bedingt eher im linken Flügel instrumentalisiert. Dabei entstand der internationale Frauentag als Initiative sozialistischer Organisationen vor dem 1. Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Frauenwahlrecht sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Erstmals fand der Frauentag am 19. März 1911 statt. Zehn Jahre später im Jahr 1921 wurde der Frauentag auf den 8. März verlegt. Demnach gibt es den Frauentag seit 110 Jahren. Dieses Jahr sind die Berichte in den Medien eher verhalten, da der Krieg alles überschattet. (Dazu sei gesagt, dass die Ausführungen, weshalb Frauen und Kinder flüchten und Männer kämpfen, vollkommen sinnbefreit sind…). Ich las mir heute dennoch den einen oder anderen Artikel durch. Meist ging es darum, dass möglichst alle Frauen arbeiten können und dafür ausreichend Kinderbetreuungseinrichtungen zu allen Tageszeiten zur Verfügung stehen. Dass ein großes Interesse darin besteht, dass viele Frauen arbeiten gehen, meist verhältnismäßig wenig Geld verdienen und prekäre Verhältnisse aushalten müssen, wird verschwiegen.

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Trotzdem ändern sich gewisse Klischees offenbar nie. Frau Kind 1 stattete uns einen Besuch ab, da sie an ihrer Stammuniversität eine Prüfung und Kurse ablegen musste.  Auch Herr Kind 2 suchte das heimische Nest auf, da es wiederholt einen positiven Corona-Fall in der WG gab. Gedanklich träumte ich von einem gemeinsamen Abendessen, da man das Zusammensein mittlerweile schon feiern muss. Bevor es aber gemütlich werden durfte, mussten ganz essentielle Dinge geklärt werden. Schnell war klar, dass unter den Herren die Kräfte gemessen werden mussten, während Frau Kind 1 Armbänder häkelte und ich ihr Frisurentipps gab. Meine Tochter ist eine starke Frau, da sorge ich mich nicht, trotzdem dachte ich bei der geballten Muskelkraft der Herren, dass der 8. März in jedem Fall seine Berechtigung hat.

Wer ist der Stärkste? Noch immer wesentlich.

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Der Frühling will sich noch nicht so richtig einstellen. Es ist kalt. Die Temperaturen steigen kaum über 7 Grad, dafür gibt es jeden Tag eine eindrucksvolle Morgen- und Abendstimmung.

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Heute gab es ein Treffen der Tourenguides vom Alpenverein Übelbachtal-Peggau.  Das Ziel war es neue Touren in das Programm aufzunehmen und ein jüngeres Publikum anzusprechen. Ich ließ mich überreden, die Facebook-Seite der Ortsgruppe AV Übelbachtal-Peggau zu betreuen.

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Und anlässlich des internationalen Frauentages meine Hymne von Schneewittchen: Der Mann das ist ein Lustobjekt:

Der Mann das ist ein Lustobjekt
Mein Freund steht auf dem Fußballplatz
Und ich steh in der Küche
Er nennt mich seinen liebsten Schatz
Doch das, das sind nur Sprüche
Noch nie hat er den Tisch gedeckt
Er könnt sich was verstauchen
Der Mann das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen
Ich werd ihn heute seinen Fraß
Alleine kochen lassen
Ich hole mir woanders Spaß
Adieu, ihr Untertassen
Adieu, mein Kochtopf
Heute fließt Sekt, heut gibt es Hasch zu rauchen
Der Mann das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen
Der Mann das ist ein Lustobjekt
O das hab ich begriffen
Und wenn die Männer das erschreckt
Wird ihnen was gepfiffen
Ab heute, müssen alle ran
Bis sie den Geist aushauchen
Der Mann das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen
Und wenn der Neue streicheln kann
Und schöner als der Alte
Dann bleib ich bei dem neuen Mann
Bevor ich ganz erkalte
Dann werd ich von ihm heißgestreichelt –
Bis die Matratzen rauchen
Der Mann das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen
Wenn einer nicht mehr funktioniert
Und anfängt zu querelen
Dass er an seiner Lust krepiert
Ja dann, ja meiner Seelen
Geb ich ihm ein paar Euroschecks
Dann kann er sich was kaufen
Der Mann das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen.
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Frau Krautundrübe

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